Grundstücksbezogene Unterflursysteme ermöglichen eine platzsparende Sammlung von Abfällen auf privaten Grundstücken. Die Sammelbehälter befinden sich dabei unterirdisch, während oberirdisch lediglich die Einwurfsäulen sichtbar sind.
Unterflursysteme können insbesondere bei größeren Wohnanlagen eine Alternative zu herkömmlichen Abfallbehälterstandplätzen darstellen und in die Gestaltung von Freiflächen und Außenanlagen integriert werden.
In Rostock können Unterflursysteme für die Sammlung von Restabfall, Bioabfall, Papier/Pappe/Kartonagen (PPK) und Leichtverpackungen (LVP) eingesetzt werden.
Die Planung eines Unterflursystems sollte frühzeitig im Rahmen der Gebäude- und Freiraumplanung erfolgen. Neben dem eigentlichen Standort der Unterflurbehälter müssen insbesondere die Zufahrt und die für die Entleerung erforderlichen Flächen berücksichtigt werden.
Bei der Standortplanung sind unter anderem folgende Aspekte zu beachten:
Der Standort muss so geplant werden, dass die spätere Entleerung der Unterflurbehälter sicher und ohne Behinderungen möglich ist.
Die konkrete Ausstattung und Dimensionierung der Unterflurbehälter richtet sich nach der jeweiligen Wohnanlage und dem zu erwartenden Abfallaufkommen.
Die erforderliche Anzahl und Größe der Behälter hängt unter anderem von der Anzahl der angeschlossenen Haushalte, dem zu erwartenden Abfallaufkommen, der jeweiligen Abfallfraktion und dem vorgesehenen Entleerungsrhythmus ab.
Der Leitfaden enthält Richtwerte und Berechnungsbeispiele für die Dimensionierung der Unterflurbehälter. Diese dienen als Grundlage für die Planung des erforderlichen Behältervolumens.
Wichtig: Die konkrete Dimensionierung sollte im Rahmen der Planung mit der Stadtentsorgung Rostock abgestimmt werden.
Für die Entleerung der Unterflurbehälter kommen Entsorgungsfahrzeuge mit Ladekran und Stützsystemen zum Einsatz. Deshalb müssen die Zufahrt und die Aufstellfläche des Fahrzeugs bereits bei der Planung berücksichtigt werden.
Die erforderlichen Flächen müssen dauerhaft frei zugänglich sein. Parkende Fahrzeuge, Bäume, Beleuchtung, Verkehrszeichen oder andere bauliche Anlagen dürfen die Zufahrt und den Arbeitsbereich des Entsorgungsfahrzeugs nicht beeinträchtigen.
Vor der Installation eines Unterflursystems sind verschiedene bauliche und organisatorische Voraussetzungen zu klären. Dazu gehören insbesondere:
Der Leitfaden gibt einen Überblick über die erforderlichen Vorarbeiten und Zuständigkeiten und unterstützt damit die Vorbereitung eines Unterflurprojekts.
Unterflursysteme können in die Gestaltung von Wohnanlagen und Außenbereichen integriert werden. Bei der Gestaltung sollten sowohl die Anforderungen der Abfallentsorgung als auch die Nutzung und Gestaltung des Grundstücks berücksichtigt werden.
Der Leitfaden enthält hierzu beispielhafte Anordnungen und Gestaltungsvorschläge.
Der Leitfaden richtet sich insbesondere an:
Eine frühzeitige Abstimmung ermöglicht es, die erforderlichen Flächen und technischen Voraussetzungen bereits in die Planung einzubeziehen.
Der vollständige Leitfaden zum Einsatz von grundstücksbezogenen Unterflursystemen für die Abfallsammlung steht als PDF zur Verfügung.
Für die allgemeine Planung von Verkehrsflächen und Behälterstandplätzen steht der Planungsleitfaden für Bauherren und Architekten zur Verfügung.
→ Zum Planungsleitfaden für Bauherren und Architekten
Bei Fragen zur Planung und zum Einsatz von Unterflursystemen empfiehlt sich eine frühzeitige Abstimmung mit der Stadtentsorgung Rostock.